Thrudheim

Thrudheim ist der königliche Herrschaftssitz Vallahans zwischen zwei Bergen. In A Court of Splintered Harmony belauscht Azriel dort die Königsfamilie und erfährt mehr über ihre Suche nach einer geschaffenen Waffe.

Thrudheim
Thrudheim — die wichtigsten Fakten
ArtFestung / königlicher Herrschaftssitz
LageVallahan, auf dem Kontinent
UmgebungAnhöhe zwischen zwei Bergen, oberhalb eines Dorfes und eines Flusstals
ZugehörigkeitKönigsfamilie von Vallahan
Besondere MerkmaleHeller Stein, Blattgoldreste, mit Widdern verzierte Tore und magische Schutzzauber
VorkommenA Court of Splintered Harmony, Kapitel 3

Lage

Thrudheim ist der Herrschaftssitz der Königsfamilie von Vallahan in Vallahan, einem Königreich auf dem Kontinent. Die Festung steht dort, wo zwei Berge aufeinandertreffen, und überblickt ein Dorf, einen Fluss und die landwirtschaftlichen Flächen im Tal darunter.

In Kapitel 3 von A Court of Splintered Harmony beobachtet Azriel die Festung von einem Versteck hoch oben an einem der Berge aus. Er verfolgt die Rückkehr der Königsfamilie von den Verhandlungen auf Storr und belauscht ihr Gespräch, bevor sie die Festung betritt.

Beschreibung

Thrudheim liegt auf einer strategisch günstigen Anhöhe zwischen zwei nahezu unpassierbaren Bergen. Unterhalb der Festung erstreckt sich ein Dorf die Hänge hinab bis zum Fluss und den umliegenden Feldern. Während Azriels Besuch fällt bereits Schnee, obwohl am Hof der Nacht noch Herbst herrscht. Sowohl der Fluss als auch der Festungsgraben sind zugefroren.

Die Festung ist als golden bekannt, doch ihr tatsächliches Erscheinungsbild wird dieser Bezeichnung kaum gerecht. Ihr heller Baustein wurde aus Tausenden Meilen Entfernung herangeschafft. An der mit Steinmetzarbeiten verzierten Fassade sind nur noch vereinzelte, abblätternde Blattgoldreste erhalten.

Ein eigens angelegter Landeplatz ist ausschließlich der Königsfamilie vorbehalten. Die kreisrunde Steinfläche wird von geschnitzten Bögen mit Darstellungen aufgerichteter Widder eingerahmt. Von dort führt eine Zugbrücke über den Graben zu den Festungstoren. Auf jedem Torflügel ist ein Widder dargestellt; beim Schließen scheinen die beiden Tiere mit den Köpfen zusammenzustoßen. Hinter dem Eingang liegt ein Innenhof.

Magische Schutzzauber verhindern, dass jemand den Wind teilt und direkt ins Innere Thrudheims gelangt. Sobald die Königsfamilie die Schwelle und die Schutzzauber passiert hat, kann Azriel sie auch mit seinen Schatten nicht mehr belauschen. Deshalb beobachtet er sie außerhalb der Tore, wo seine Schatten unter der Brücke lauschen können.

Die Berge und die erhöhte Lage bieten guten Schutz vor Armeen, die über Land angreifen. Azriel hält die Festung von der Luft aus jedoch für leicht zu beobachten. Der Schnee verbirgt seine Position, schränkt aber auch seine eigene Sicht ein.

Bedeutung

Sitz der Königsfamilie von Vallahan

Der König, die Königin und der Prinz von Vallahan kehren unmittelbar nach dem Treffen auf Storr nach Thrudheim zurück. Ihr Gespräch vor den Toren offenbart Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie: Der König bekräftigt seinen Respekt vor Morrigan, während die Königin und der Prinz ihren Einfluss abtun.

Azriel erinnert sich daran, dass die Ehe des Königs und der Königin arrangiert wurde. Der Vater der Königin war ein mächtiger Kriegsherr, dessen Truppen Vallahans Militär während der Unruhen verstärken sollten, die mit den ausbleibenden Ernten zusammenhingen. Ihr Sohn ist ungefähr neunzig Jahre alt und hat weder geheiratet noch eine Seelengefährtin gefunden. Damit bleibt die Möglichkeit eines politischen Bündnisses durch eine Heirat offen.

Azriels Beobachtungen

Nach den Verhandlungen auf Storr entscheidet sich Azriel, in Vallahan Informationen zu sammeln. Rask ist schwer zu infiltrieren, während Montese­res weitreichendes Spionagenetzwerk einen Einsatz dort gefährlich macht. Bei Thrudheim verbirgt er sich in einer Felsnische an einem der Berge und schickt seine Schatten unter die Brücke, um dort zu lauschen.

Er betritt die Festung nicht. Stattdessen nutzt er die kurze Zeit zwischen der Ankunft der Königsfamilie und ihrem Gang durch die Tore, um mehr über ihre Pläne zu erfahren. Bevor er aufbricht, hört er außerdem, wie ein Wachmann abfällig über den Prinzen spricht, ohne dass die anderen Soldaten widersprechen. Azriel erkennt in dieser mangelnden Loyalität eine mögliche Schwachstelle der Herrscherfamilie.

Die Suche nach einer geschaffenen Waffe

Vor Thrudheim spricht der Prinz davon, am folgenden Tag aufzubrechen, um die Suche nach einer geschaffenen Waffe fortzusetzen. Seine Bemerkungen bestätigen, dass er bereits gemeinsam mit Leuten aus Montesere und Rask an der Suche in den Bergen beteiligt war.

Die Königin weist ihren Sohn an, die Waffe ausdrücklich für Vallahan zu beschaffen. Obwohl die drei Königreiche zusammenarbeiten, deutet ihre Forderung darauf hin, dass ihre Interessen nicht vollständig übereinstimmen. Azriel erwägt, den Wettstreit um die Waffe zu nutzen, um ihr Bündnis zu untergraben.

Er plant außerdem, die Abreise des Prinzen zu beobachten und im Auge zu behalten, wer Thrudheim betritt oder verlässt – insbesondere mögliche Gesandte aus Montesere oder Rask. Diese Pläne entstehen während seiner Beobachtung; die Szene zeigt nicht, dass er dem Prinzen tatsächlich folgt oder die Waffe entdeckt.

Vallahans Niedergang

Das Tal unterhalb Thrudheims spiegelt Vallahans umfassendere Probleme wider. Die Felder haben seit Langem keine reichen Ernten mehr hervorgebracht. Der Boden hat seine Fruchtbarkeit verloren, obwohl die Schamanen des Königreichs versuchen, sie wiederherzustellen.

Obwohl die Herbst-Tagundnachtgleiche nur wenige Tage entfernt ist, sieht Azriel keinen Ernteschmuck. Für ihn zeugt dessen Fehlen von einem Land, das kaum noch Erträge zu feiern hat. Die ausbleibenden Ernten liefern zugleich einen Hintergrund für Vallahans Unruhen und das Interesse seiner Herrscher daran, menschliche Gebiete zurückzuerobern.